Sea Shepherd am BK Ulrepforte

Gewässerschutz geht uns alle an!

Nicht erst in der Berufsschule lernen die Auszubildenden, dass nicht nur jeder Mensch eine ökologische Verantwortung hat, sondern auch jeder Betrieb. Der Schutz von Natur und Umwelt sowie Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit sind fester Bestandteil der Lehrpläne im Bereich Wirtschafts- und Betriebslehre und der politischen Bildung für die Auszubildenden im Dualen System. 

Betriebe kommen nicht umhin Chemikalien zu verwenden die unser Ökosystem bei nicht fachgerechter Entsorgung schädigen. Tischlereien verarbeiten z.B. Beizen, Lacke, Silikone und Klebstoffe und müssen entsprechende Maßnahmen für die fachgerechte Entsorgung ergreifen. Das Vorgehen hierbei spielt eine große Rolle. Würde ein Betrieb seinen „Unrat“ einfach so in den Rhein, die Sieg oder andere Flüsse entsorgen, wäre das nicht nur illegal, sondern auch höchst schädlich für unser Ökosystem.

Sea Shepherd klärt auf

Um der kritischen Sicht auf die Bedrohung der Gewässer eine Stimme zu geben, haben wir einen Referenten der Organisation  „Sea Shepherd“ in den Wirtschafts- und Politikunterricht der Tischler/innen eingeladen. Er brachte den Schüler/innen Fakten und Sichtweisen bezüglich illegaler Aktivitäten nahe, die unsere Gewässer auf der Erde schädigen. Mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgten die Tischler/innen den Vortrag. 

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Bei aller Anerkennung der Bedeutung des Schutzes der Gewässer und der Wasserlebewesen hinterfragten die Schüler/innen auch das Vorgehen bei manchen Aktionen von „Sea Shepherd“ in der anschliessenden Diskussion kritisch. Dabei spielte nicht nur der Vorwurf des „Ökoterrorismus“ und des nicht immer völlig gewaltfreien Vorgehens eine Rolle, sondern auch der Gedanke, ob man in der heutigen Zeit ggf. zu radikalen Maßnahmen greifen müsse, um etwas zu bewirken und ob z.B. die Aktionen gegen den illegalen Walfang der japanische  Flotte ihre Berechtigung hätten.

Der Walfang der Japaner in der Antarktis ist vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag 2014 für illegal erklärt worden und trotzdem fängt die japanische Flotte nach wie vor Wale. 

Im Jahr 2016 verkündete der japanische Premierminister Abe, dass sein Land „sich unter Berücksichtigung internationaler Gesetzgebung und wissenschaftlicher Überlegungen in der Walfangforschung engagieren wolle, um unverzichtbare, wissenschaftliche Informationen zu sammeln um die Ressourcen der Walbestände zu managen.“

Hier waren sich alle einig: „Das muss man aufhalten!“