Barcelona: Die Tischlerklasse des BK Ulrepforte taucht ein in die Arbeit von Antonio Gaudi

Die Schüler Rodrigo Ferreira Melo, Ashley Rich und Oliver Koch haben einen Artikel zur Barcelonafahrt der Tischlerklasse verfasst. 

Als unser Klassenlehrer Herr Bornhöft unserer Tischlerklasse die Möglichkeit einer Exkursion anbot und die Europäischen Nachbarländer nicht ausschloss, fiel die Wahl einstimmig auf Barcelona. Kurzerhand gebucht startete unsere fünftägige Reise Ende April. 

Das zentral gelegene Hostel Urbany BCN Go bot mit seinen Mitarbeitern, etwa gleichaltrige Backpackern und Travellern aus aller Welt sowie den abendlichen Freizeitangeboten eine tolle Möglichkeit Anschluss zu finden, neue Kontakte zu knüpfen und eine insgesamt sehr entspannte Stimmung. 

Eine Führung durch Barcelonas  Altstadt mit Start am nahegelegenen Placa de Catalunya, der Schnittstelle zwischen den Stadtteil Eixample und der Altstadt, gleichzeitig das nördliche Ende der Rambla, eine der belebtesten Straßen Barcelonas, die die Altstadt in Barri Gotik und Barri Raval teilt, sollte unser erster Programmpunkt sein. Über die Rambla, die in fünf Abschnitte, alle mit einer ganz eigenen Geschichte, geteilt ist und bis zum Hafen führt, gelangten wir zum Mercado de La Boqueria, eine Markthalle, deren Besuch ein absolutes Erlebnis ist. Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische kommen täglich in Scharen, denn hier gibt es alles, was das Feinschmeckerherz begehrt.

Weiter ging es ins Barri Gotik, das Gotische Viertel. Wenig befahrene Straßen und viele enge verwinkelte Gassen prägen das Stadtbild mit der Kathedrale La Seu als Mittelpunkt des Viertels. Darüberhinaus besuchten wir die Santa Maria del Pi am Pinienplatz, eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die über die Jahre immer wieder starke Schäden durch Erdbeben und Kriege nahm und einmal gänzlich ausbrannte. Ihre Fassade ist so schlicht gehalten, dass sie auf den ersten Blick nur wenig an die Gotik erinnert und nur bei genauerer Betrachtung typische Elemente aufweist.

Die Pausen zwischen den geplanten Unternehmungen nutzten wir um Barcelona auf eigene Faust zu erkunden, sich  durch das rege Treiben der Metropole einfach mitziehen zu lassen und landeten schließlich in einer Tapas-Bar bei landestypischer Kost und einem erfrischend kühlem Cerveza!

Der Besuch der Sagrada Familia rückte auf den Plan. Der Zeitpunkt war optimal gewählt, so dass die Nachmittagssonne eine unglaubliche Atmosphäre im Inneren der Basilika schuf. Mit Hilfe eines Audioguides verschafften wir uns einen umfassenden Überblick über die Entstehungsgeschichte und die Bedeutungen der unzähligen Darstellungen auf der Außenfassade. In den Werkstätten unterhalb der Basilika erhielten wir außerdem Einblicke in Gaudis Planungen, Konstruktionen zur Ermittlung statischer Verhältnisse und Modelle die zur Verwirklichung von Barcelonas Wahrzeichen führten. 

Neben der Sagrada Familia beeindruckte uns besonders der Pavillon von Mies van der Rohe. Der Pavillon wurde im Jahr 1929, anlässlich der Weltausstellung erbaut und ist seither wegweisend für moderne Architektur in der ganzen Welt. Der Pavillon wurde einmal abgebaut, aber nach zahlreichen Initiativen zwischen 1983 und 1986 erneut errichtet. Die offene Architektur des Pavillons, die Gestaltung des Innenraums, der Terrasse, besonders die Kombination diverser  Materialien wie Marmor und Stahl sind einzigartig für seine Zeit und bis heute aktuell.

 

Ein Besuch des Nationalpalastes, am Fuße des Montjuics und ebenfalls im Zuge der Weltausstellung erbaut, beschrieb das Ende unseres Aufenthaltes. Der wundervolle Ausblick auf Barcelona ließ uns unsere kurze, aber spannende Reise noch einmal Revue passieren, bevor wir dann schweren Herzens die Abreise antraten.

Insgesamt war die Exkursion ein voller Erfolg, eine ausgewogene Mischung aus Sightseeing, Kultur und Freizeit, die uns als Klasse noch näher zusammenbrachte und uns unsere Fachlehrer mal von einer anderen Seite kennenlernen ließ – das verlangt nach Wiederholung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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