Bautechnikerin / Bautechniker


Projektarbeit - ein Leitfaden

In der Projektarbeit können Sie sich verstärkt mit Ihrer realen Berufssituation auseinandersetzen. Deshalb sollten die Aufgaben, die Sie sich stellen, auch aus Ihrem konkreten Arbeitsbereich stammen oder Problemfelder behandeln, denen Sie sich später gerne widmen würden.

In Ihrem Abschlusszeugnis wird das Thema genannt und die Note gesondert ausgewiesen. 

Die Projektarbeit findet nach den Sommerferien statt. Sie umfasst 13 Wochen. In dieser Zeit ruht der herkömmliche Unterricht nach Plan. Die Lehrer stehen Ihnen nach Absprache beratend zur Seite. 

In einer Projektarbeit werden vielfältige Aufgaben von Ihnen ver­langt. Sie sollen selbstständig Probleme erkennen und analysieren, Lösungswege entwickeln und beurteilen, Ihre Arbeit in der Gruppe organisieren und strukturieren, Ihre Ergebnisse dokumentieren und präsentieren sowie schließlich Ihre Arbeit bewerten und reflektie­ren.

Im einzelnen kann man eine Projektarbeit unter folgende Teilüberschriften gliedern. Diese Teilüberschriften sind nicht als strikte lineare Abfolge zu sehen. Es wird immer wieder Rückkopplungen und Neuorientierungen geben. 

Projektgruppe

Die Projektarbeit ist üblicherweise eine Teamarbeit. Ein Team umfasst drei bis vier Mitglieder, die Ihre unterschiedlichen individuellen Fähigkeiten in die Gruppe einbringen, um gemeinsam ein optimales Ergebnis zu erzielen. In Ihrem Fall haben wir abweichend, bedingt durch die Klassensituation Partnerarbeit vereinbart. Dennoch wird es notwendig (auch für zwei Personen), dass Sie Spielregeln entwickeln und auf deren Einhaltung pochen, z.B. die Arbeit arbeitsteilig organisieren, Informationen austauschen sowie Entscheidungen gemeinsam fällen und verantworten.

Das Team sucht sich Lehrer – vorzugsweise aus dem letzten Ausbildungsjahr – als Projektbetreuungslehrer aus. Für die Teamtreffs stehen die Klassenräume laut Stundenplan zur Verfügung. 

Projektfindung

Ein Projekt soll möglichst mit Ihrer beruflichen Praxis kongruent sein. Es soll fächerübergreifend sein und inhaltlich Ihrer fachlichen Kompetenzerweiterung dienen.

Sie legen gemeinsam mit den von Ihnen gewählten Projektbetreuern (eventuell Ihrem Arbeitgeber oder einer anderen Institution) Thema und Umfang des Projektes fest (siehe Formblatt „Projektplanung“). Es ist aber auch möglich, dass Ihnen ein Lehrer eine Aufgabe stellt. Einfamilienhäuser ohne Besonderheiten sind nicht zulässig.

Die Projektfindung mit allen erforderlichen Unterlagen muss vor den Sommerferien abgeschlossen sein. Zu Beginn der Projektarbeit nach den Sommerferien findet nur noch die Ausgabe der Aufgabenstellung durch die betreuenden Lehrer und Terminabsprachen statt. 

Firmenkooperation

Wird das Projekt in Kooperation mit einer Firma durchgeführt, sind einige Regularien zu beachten:

  • Der Zugang von Schüler/innen und Lehrer/innen muss gesichert sein.
  • Schüler/innen und Lehrer/innen sind zur Geheimhaltung verpflichtet.
  • Das Unternehmen übernimmt beratende Funktion und stellt die notwendigen Materialien zur Verfügung.
  • Schüler/innen und Lehrer/innen sind über den Gemeindeunfallverband abgesichert.

Projektplanung

In dieser Phase müssen Sie Ihre Aufgabe möglichst exakt durchdenken und einen Arbeitsplan skizzieren. Sie analysieren das Problem, entwickeln Lösungswege, bestimmen die Materialien, die Sie benöti­gen, und legen fest, wer was in welcher Zeit erledigt. Diese erste Zeitplanung (Balkenplan) legen Sie nach einer Woche vor und erhalten dafür das 1. Testat.

Damit die Betreuungslehrer Sie auf Ihrem Weg optimal begleiten können, müssen sie immer über Ihre Fortschritte informiert sein. Deshalb vereinbaren Sie Termine für Testate, d.h. Sie klären ab, welches Ziel Sie wann erreicht haben wollen. Diese Testate sind keine Benotungen, sondern durch Unterschrift bescheinigte Etappen Ihres Projektes. Bei den Testaten müssen alle Gruppenmitglieder anwesend sein. Insgesamt sind vier Testate festzulegen, die Sie im Zeitplan terminieren.

Die Projektplanung ist mit den betreuenden Lehrern abzustimmen.

Auch gewünschte Beratungstermine sind in die Planung aufzunehmen. 

Zwischenpräsentation des Projektes

Sie arbeiten nicht unter einer Käseglocke. Alle anderen sind an Ihrer Arbeit interessiert. Deshalb finden Zwischenpräsentationen im Plenum statt. Dort sollen Sie über Ihre Arbeit berichten und mit Ihren Kolleg/innen diskutieren. Darüber hinaus dient die Zwischenpräsentation als Vorbereitung der Abschlusspräsentation. Jedes Gruppenmitglied stellt auf der Basis eines gemeinsamen Konzeptes in max. 7 Min. einen Bereich der Arbeit vor. Da Sie zu zweit arbeiten, verdoppelt sich die Zeit.

Bedenken Sie, dass Sie Ihre Kolleg/innen nicht mit Tätigkeitsberichten langweilen. Stellen Sie stattdessen kleine Problemlösungen vor, die charakteristisch für Ihr Bauvorhaben sind, die eine Besonderheit darstellen und von denen Sie glauben, dass sie für alle interessant sind. 

Projektdokumentation

Für jedes Projekt wird eine Dokumentation erstellt. Sie ist eine wesentliche Grundlage der Leistungsbewertung. Neben der fachlichen Richtigkeit ist die Transparenz ein wesentliches Kriterium für die Güte einer Dokumentation, deshalb sollten Sie darauf achten, dass

  • die Dokumentation sachlogisch nachvollziehbar gegliedert ist
  • alternative Lösungen diskutiert werden
  • Entscheidungen begründet sind
  • Berechnungen prüfbar sind
  • die Darstellung anschaulich ist
  • die Quellen genannt werden
  • der Arbeitsprozess und die Ergebnisse reflektiert werden. 

Die Dokumentation wird nicht anhand der Seitenzahl bewertet! Sie ist dreifach abzugeben und nach fachlichen Schwerpunkten unterschiedlich mit Anlagen zu versehen. Sie erhalten die Mappen bis auf eine zurück. 

Abschlusspräsentation des Projektes

Die Ergebnisse der Projektarbeit werden einem interessierten Publikum, das ist u.a. Ihre Klasse, die Schüler/innen der FT 3 und Gästen am „Tag der Offenen Tür“ präsentiert. Hier sollen Sie die wesentlichen Inhalte Ihrer Arbeit darstellen. Achten Sie besonders auf eine anschauliche und ansprechende Präsentation Ihrer Ergebnisse. Sie haben insgesamt 20 bis 30 Min. Zeit. Die Zeitanteile verteilen Sie gleichmäßig auf die Personen. Im Gegensatz zur Zwischenpräsentation wird die Abschlusspräsentation als Einzelnote gewertet. Die Bewertung beider Präsentationen bezieht sich auf: Konzept, Inhalt, Durchführung, Zeitrahmen und Gesamteindruck. Ein Beispiel für eine gelungene Abschlusspräsentation finden sie hier: abschlusspräsentation.pdf.

Fachgespräch

Auch das Fachgespräch dient am Ende zur Feststellung der Individualleistung. Dabei soll jedes Gruppenmitglied in einem kleinen Vortrag (max. 5 Min.) ein vorher mit den Lehrern abgesprochenes Themengebiet der Arbeit vorstellen. In der anschließenden Gesprächsrunde ergeben sich hierzu Fragen. 

Projektbewertung

Bewertet wird die Projektarbeit als Ganzes, dabei spielen die im Vorfeld gemeinsam erarbeiteten Anforderungen eine wesentliche Rolle. Gegenstand der Bewertung sind: 

  • 10 % für die Zwischenpräsentation G
  • 40 % für die Dokumentation G
  • 20 % für die Abschlusspräsentation E
  • 30 % für das Fachgespräch E.

G = Gruppennote, E = Einzelnote 

Projektzeitraum

Beginn:
Donnerstag, 29. September 2016

Abgabe der Dokumentationen:
Donnerstag, 12. Januar 2017

Abschlusspräsentationen:
Samstag, 04. Februar 2017

Fachgespräche:
im Februar 2017

Unterricht nach dem üblichen Stundenplan:
spätestens Montag, 20. Februar 2017

Einzelne Termine können sich geringfügig ändern.

Die betreuenden Lehrer/innen der Fachschule für Technik wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Projektarbeit.

Kontakt

Susanne Schmidt
Telefon: 0221/ 22191655
Telefax: 0221/ 22191653

mail: susanne.schmidt

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